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Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis PDF Drucken E-Mail

Geschichte aus dem Acker

Vereinsdirektor Hermann-Josef Schmalor, Laudatorin Prof. Barbara Scholkmann (Uni Tübingen) und Bürgermeister Franz Schrewe (von links) freuen sich mit Meyerpreisträgerin Sonja Herzig (3. von links).

 

Brilon.Viele Jahrhunderte ist es her, dass an der Burg Altenfels bei Rösenbeck auch eine Kirche stand. Die regionale Geschichtsforschung vermutete lange, dass es sich hier um einen Gründungsbau des Klosters Bredelar handelte. Diese These ist nun durch archäologische Untersuchungen widerlegt. „Wir haben viele neue Ergebnisse, die die Zeit zwischen Gründung und Zerstörung der Kirchwüstung in Brilon-Rösenbeck beleuchten“, sagt Grabungsleiterin Sonja Herzig. Sie wurde für ihre wissenschaftliche Grundlagenforschung jetzt mit dem Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis des Altertumsvereins Paderborn ausgezeichnet. Im Briloner Rathaus fand am Sonntag mit Bürgermeister Franz Schrewe und weiteren Ehrengästen die Preisverleihung statt. „Wir freuen uns, dass wir erstmals auch eine hervorragende Magisterarbeit berücksichtigen können“, erklärt Vereinsdirektor Hermann-Josef Schmalor. Der Preis, der vom Altertumsverein bisher 19mal verliehen wurde, ist mit einem Preisgeld von 2.500 Euro dotiert. Die Volksbank Brilon unterstützte den wichtigen Förderpreis in diesem Jahr mit 500 Euro. Bisher wurden zwei Habilitationen und 16 Dissertationen mit dem Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis ausgezeichnet.

Eine mittelalterliche Kirche und ihr Stifter

2003 untersuchten Archäologen unterhalb der Burgruine Altenfels eine alte Kirche aus dem 12. Jahrhundert. Als Sonja Herzig im Jahr 2004 die Grabungsleitung übernahm, konzentrierte sie sich vor allem auf den Innenraum und erforschte vor Ort auch ein gemauertes Kopfnischengrab. „Wir konnten das Skelett anthropologisch untersuchen und haben es mit der C14-Methode genauer datiert. Daher können wir sagen, dass der Tote zwischen 1141 und 1152 hier in der Kirche begraben worden ist, “ berichtet die Archäologin. Ob es sich bei diesem Grab auch um den Stifter dieser Kirche handelte, konnte bislang noch nicht ermittelt werden. Vermutlich wurde die Kirche unterhalb der Burg Altenfels zwischen 1122 und 1138 als herrschaftliche Eigenkirche errichtet und schon gegen Ende des 12. Jahrhunderts zerstört.

Förderpreis für wissenschaftlichen Nachwuchs

Hermann Josef Schmalor würdigte in seiner Ansprache die Arbeit von Sonja Herzig als wichtigen Beitrag zur Regionalgeschichte. Sie setze die Reihe der seit 1991 durch den Altertumsverein ausgezeichneten Werke fort und entspreche insofern dem Anliegen des Preises, hervorragende Arbeiten junger Historiker und Historikerinnen zur Geschichte Ost- und Südwestfalens zu ehren.

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Der nach dem Vereinsgründer Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer benannte Preis des Altertumsvereins Paderborn wird seit 1991 verliehen. Er richtet sich an engagierte Nachwuchshistoriker und wird für hervorragende Arbeiten zur Geschichte Ost- und Südwestfalens vergeben. Die Auszeichnung ist mit 2.500 Euro dotiert. Bewerbungen und Vorschläge für das Jahr 2011 (Arbeit in doppelter Ausfertigung) müssen bis zum 31. Oktober 2010 beim Vereinsdirektor oder bei der Vereinsgeschäftsstelle eingereicht werden. Die Satzung des Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preises kann hier eingesehen werden:

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Der nach dem Vereinsgründer Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer benannte Preis des Altertumsvereins Paderborn wird seit 1991 verliehen. Er richtet sich an engagierte Nachwuchshistoriker und wird für hervorragende Arbeiten zur Geschichte Ost- und Südwestfalens vergeben. Die Auszeichnung ist mit 2.500 Euro dotiert. Bewerbungen und Vorschläge für das Jahr 2011 (Arbeit in doppelter Ausfertigung) müssen bis zum 31. Oktober 2010 beim Vereinsdirektor oder bei der Vereinsgeschäftsstelle eingereicht werden. Die Satzung des Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preises kann hier eingesehen werden:

Satzung

Die Bewerbungen sind zu richten an:

Vereinsdirektor:
Dr. Hermann-Josef Schmalor, Bibliotheksdirektor
Erzbischöfliche Akademische Bibliothek
Leostr. 21
33098 Paderborn
Tel.: 05251/290486
Fax:05251/282575
E-Mail:

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Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens,
Abt. Paderborn e.V.
Pontanusstr. 55 (Stadtarchiv)
33095 Paderborn
Tel.: 05251/881595
Fax: 05251/882047
E-Mail:
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Über den Altertumsverein Paderborn
Der Altertumsverein Paderborn hat in seiner 135-jährigen Geschichte nachhaltige Spuren im ostwestfälischen Raum hinterlassen. Seit seiner Gründung im Jahr 1824 steht er für die Erhaltung und Sicherung historischer Dokumente. Damals rettete der Verein die bedrohten Archivbestände von säkularisierten Klöstern und gab das Westfälische Ukundenbuch heraus. Das Archiv und die Bibliothek des Altertumsvereins befinden sich heute in der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek. Die umfangreichen archäologischen, kunstgeschichtlichen und numismatischen Sammlungen befinden sich in verschiedenen Museen. In den vergangenen Jahren hat der Altertumsverein zahlreiche historische Ausstellungen mit Exponaten und Leihgaben unterstützt. Mit der eigenen Reihe „Studien und Quellen zur westfälischen Geschichte“ fördert der Verein die wissenschaftliche Regionalforschung. Gemeinsam mit dem Landschaftsverband und dem Altertumsverein Münster wird außerdem in jedem Jahr der "Tag der westfälischen Geschichte" veranstaltet. Darüber hinaus steht auch die Förderung von engagierten Nachwuchshistorikern im Fokus der Vereinsarbeit: Jährlich wird der Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis vergeben. Mit diesem Preis werden Nachwuchswissenschaftler für herausragende Arbeiten, die sich mit Geschichte Ost- und Südwestfalens befassen, ausgezeichnet. Mitgliederversammlungen, wissenschaftliche Vorträge, Ausstellungen, Studien- und Museumsfahrten runden das Vereinsprogramm ab. Vereinsmitglieder erhalten kostenlos die „Westfälische Zeitschrift“ und die Zeitschrift „Westfalen“ und werden zu Vorträgen und Exkursionen eingeladen.

 
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